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01Regionale Nachrichten

Der Kampf um das SEZ: Eine Sportdemo in Berlin

In Berlin und Brandenburg formiert sich Widerstand gegen den Abriss des SEZ. Eine Sportdemo zeigt, wie Sport und Engagement Hand in Hand gehen können.

Es war ein nasskalter Samstagmorgen, als ich mich auf den Weg zum Sport- und Erholungszentrum (SEZ) in Berlin machte. Der Himmel war grau, und der Nebel hing tief über dem Ort, der mir immer wie ein verstecktes Juwel inmitten des urbanen Lärms erschien. Die Stimmung war jedoch alles andere als trüb. Die Wiese vor dem SEZ war gefüllt mit Menschen, die sich warm anziehen mussten, um ein gewisses Maß an Komfort zu erreichen, während sie auf das große Ereignis warteten: eine Sportdemo gegen den geplanten Abriss des SEZ.

Ich schloss mich der Menge an und konnte die Aufregung förmlich spüren. Familien, Sportler, alte Bekannte und neue Gesichter – eine bunte Mischung, die fast den Eindruck erweckte, dieser Ort wäre nicht allein ein Sportzentrum, sondern ein kleines Stück Heimat für viele Menschen. Das SEZ, ein Ort, wo man schwimmen, Sport treiben und einfach nur entspannen konnte, war in Gefahr, und das wollte sich niemand einfach gefallen lassen.

Der Protest war nicht nur eine Ansammlung von Schildern und Reden; es war wie ein großes, fröhliches Fest. Inmitten von Leuten, die mit kreativen Plakaten auf die Gefahren des Abrisses hinwiesen, stand eine Gruppe von jungen Männern mit bunten Trikots, die sich auf einen lebhaften Tauziehwettbewerb vorbereiteten. Das Bild von Menschen, die mit vereinten Kräften gegen einen unsichtbaren Feind ziehen, war ein passendes Symbol für den Widerstand gegen die drohende Zerstörung. Hier wird nicht nur um das SEZ gekämpft, sondern auch um das, was es für alle bedeutet – Gemeinschaft, Freude und ein Ort der Erholung.

Inmitten der fröhlichen Gesänge und der jubelnden Anfeuerungen ertönte eine klaren Botschaft: "Wir ziehen nicht nur für uns, sondern für alle, die diesen Ort lieben!" Solche Sätze sind in der heutigen Zeit rar geworden. Oft scheint es, als würde der Individualismus jede Gemeinschaft zerfetzen. Aber hier, mitten in Berlin, war tatsächlich etwas zusammengewachsen, das über die persönlichen Interessen hinausging.

Die Sorgen über den Abriss sind vielfältig. Einige sehen den Verlust eines sportlichen Erbes, andere fürchten um die sozialen Strukturen, die solche Orte stützen. In einer Stadt, die sich ständig verändert, wo neue Hochhäuser wie Pilze aus dem Boden schießen, ist es leicht zu vergessen, dass nicht alles dem wirtschaftlichen Fortschritt zum Opfer fallen sollte. Es ist eine spannende Frage, ob der Verlust des SEZ nicht auch einen Verlust an Gemeinschaft und Zusammenhalt mit sich bringen würde.

Als die Tauzieh-Aktion beginnt, bin ich in Gedanken versunken. Einige der Teilnehmer haben sich bunte T-Shirts mit dem Motto "Gemeinsam stark!" drucken lassen. Ein wenig Kitsch, mag man denken, doch die Energie, die von dieser einfachen Botschaft ausgeht, ist ansteckend. Eine Gruppe von Kindern versucht, die Älteren zu überlisten – und es funktioniert. Lachen, Geschrei, Teamgeist – das sind die wahren Werte, die hier in diesen Momenten sichtbar werden. Und während sie sich bemühen, den anderen ins Straucheln zu bringen, wird mir klar, dass die wahre Stärke nicht nur im Sieg eines Wettkampfs liegt, sondern im Zusammenhalt, den so etwas fördert.

Für viele der Teilnehmer war es nicht nur ein Protest, sondern ein kleiner Microkosmos der Hoffnung. Es mag sein, dass die Entscheidungsträger die Rufe und die Energie nicht wahrnehmen, aber die Menschen hier sind entschlossen. Das SEZ mag in Gefahr sein, aber der Geist, das dortige Leben und die Geschichten, die hier erzählt werden, sind nicht so leicht zu beseitigen.

Mit jeder Runde im Tauziehen wird die Stimmung euphorischer. Man könnte fast meinen, dass es nicht nur um das SEZ geht, sondern um viel mehr. Es geht um den Wert von Orten, die für Menschen wichtig sind. Um Erlebnisse, die verschwendet werden, wenn wir zu schnell bereit sind, Platz für Neues zu schaffen, ohne auf das Alte zu achten. Der Abriss könnte nicht nur vier Wände kosten, sondern unzählige Erinnerungen, die in diesen Wänden lebendig werden.

Als ich letztlich meinen Platz in der Menge verlasse, spüre ich eine Mischung aus Hoffnung und Sorge. Hoffnung auf das, was noch kommen könnte, und Sorge über das, was verloren gehen könnte. Vielleicht ist das SEZ mehr als nur ein Gebäude. Vielleicht ist es ein Symbol dafür, dass wir auch in bewegten Zeiten einen Ort der Ruhe und des Miteinanders schaffen können. Es bleibt abzuwarten, wie der Kampf weitergeht, aber eines ist sicher: Hier in Berlin und Brandenburg wird man sich nicht so leicht geschlagen geben.

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